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Informationen zum Coronavirus


Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und Anfragen aus Einrichtungen des Gesundheitswesens möchten wir Ihnen hier einige wichtige Informationen zur Influenza und zum neuartigen Coronavirus geben. Wir beziehen uns dabei vor allem auf Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Labore im LADR Laborverbund Dr. Kramer & Kollegen. Zudem gibt es Empfehlungen für den Infektionsschutz.

Die massive Nachfrage nach Desinfektionsmitteln für Hände und Haut, nach Spendern und Schutzausrüstung sorgt nach wie vor für Lieferengpässe. Wir werden sofort an dieser Stelle informieren, wenn die Produkte wieder verfügbar sind.

Um weitere Engpässe zum Beispiel für Einmal-Untersuchungshandschuhe, Schnell-, Flächen- und Instrumentendesinfektion und Toilettenpapier zu verhindern, bitten wir Sie außerdem, die Bestellmengen auf das notwendige Maß zu beschränken.

Im Zweifel rufen Sie uns bitte an. Wir bemühen uns um Abhilfe und danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Bitte beachten: Die Bundesregierung hat damit begonnen, Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen mit medizinischer Schutzkleidung zu versorgen. Die ersten Lieferungen aus den Depots gingen an kassenärztliche Vereinigungen und die Länder.
Weitere Informationen der KBV: https://www.kbv.de/html/coronavirus.php



Wichtige Fakten und Zahlen zum Coronavirus

Seit Ausbruch des Coronavirus in China wurden weltweit über 860.700 Infektionen bestätigt; mehr als 178.300 Menschen sind genesen, aber auch mehr als 42.300 Todesfälle zu beklagen. In Europa sind Italien und Spanien am stärksten von der Pandemie betroffen, gefolgt von Deutschland und Frankreich. In der Bundesrepublik sind bis dato mehr als 71.800 Infektionen, 16.100 Genesene und 775 Todesfälle gemeldet worden (Stand: 01.04.2020, 08:30 Uhr, Quelle: Johns Hopkins University). Das RKI hat das Risiko für die Bevölkerung durch das neuartige Coronavirus als "hoch" eingestuft.

Ansteckung

Analysen ermöglichen noch keinen Rückschluss auf die mögliche Infektionsquelle oder das Reservoir des SARS-CoV-2; wahrscheinlich durch Kontakt mit infizierten Tieren oder Tierprodukten sowie durch Mensch-zu-Mensch Übertragung; diese Übertragung erfolgt vor allem über Tröpchen-Infektion.

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tage, im Mittel liegt sie zwischen 3 und 5 Tagen.

Diagnostik

Zum Erregernachweis des neuen Coronavirus SARS-CoV-2, welches beim Ausbruchsgeschehen viraler Pneumonien in Wuhan, China, 2019/2020 entdeckt wurde, stellt Ihnen unser Kooperationspartner LADR Laborverbund durch die LADR Labore in Geesthacht, Hennigsdorf, Neuruppin und Schüttorf eine neue RT-PCR zur Verfügung.

  • Praxisinformation der KBV bei Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion (pdf, Stand 26.03.2020)

Krankheitsverlauf & Symptome

Bei einer Infizierung mit dem Coronavirus können Symptome wie Fieber, Unwohlsein, trockener Husten, Kurzatmigkeit bis zu Atemnot auftreten.

Risikofaktoren

Ältere Patienten mit Grunderkrankungen entwickeln eher eine schwere Erkrankung; bisher konnten jedoch keine relevanten Risikofaktoren identifiziert werden, die mit einer Erkrankung im Zusammenhang stehen.

Letalität

Aktuell sind dazu keine validen Informationen vorhanden, wahrscheinlich aber deutlich geringer als bei SARS 1 (ca. 10%).

Therapie

Eine Therapie erfolgt derzeit nur symptomatisch, da keine validen Informationen zur Wirksamkeit von experimentellen Medikamenten vorhanden sind. Auf der Seite des RKI finden Interessierte weitere  Information sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus.


So können Sie sich vor einer Ansteckung schützen

Erklärtes Ziel aller staatlichen Maßnahmen und Empfehlungen wie zum Beispiel Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, Schließung von Schulen und Kitas, Cafes und Restaurants, Absagen von Veranstaltungen und Einreisestopps ist es, die Ausbreitung des Coronavirus mindestens zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen. Ganz besonders in Regionen mit Erkrankungsfällen durch das neuartige Coronavirus kommt es auf gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie vor allem auf Abstand (1 bis 2 m) zu anderen Menschen an. Diese Maßnahmen sind überall und jederzeit angeraten.

Virenschutz im Praxisalltag: Hände desinfizieren!

Das Verwenden von Händedesinfektion - im Praxisalltag ist ein MUSS! Desinfizieren Sie Ihre Hände immer nach dem Ablegen Ihrer Schutzkleidung wie zum Beispiel Handschuhe. Beziehen Sie auch Ihre Patienten in die Händehygiene ein. Ermöglichen Sie ihnen eine Händedesinfektion im Eingangsbereich.

Virenschutz im privaten Bereich: Händewaschen!

Die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Händewaschen schützt!

Ob beim Naseputzen, beim Toilettengang, beim Streicheln eines Tieres oder bei der Zubereitung von rohem Fleisch: Die Hände kommen häufig mit Keimen in Kontakt und können diese auf alles übertragen, das anschließend angefasst wird. Beim Händeschütteln oder über gemeinsam benutzte Gegenstände können auch Krankheitserreger leicht von Hand zu Hand gelangen. Berührt man mit den Händen dann das Gesicht, können die Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen. Händewaschen unterbricht diesen Übertragungsweg. Steht unterwegs keine Waschmöglichkeit zur Verfügung, sollten Sie zumindest vermeiden, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren oder Speisen mit der Hand zu essen.


Weitere Schutzmaßnahmen vor Viren

Hygiene beim Husten & Niesen 

Einfache Hygieneregeln beim Husten und Niesen schützen andere vor Ansteckung.

Schnupfen und Husten sind typische Krankheitszeichen vieler Atemwegsinfektionen.  Beim Husten und Niesen werden über Speichel und Nasensekret unzählige Krankheitserreger versprüht und können durch eine Tröpfcheninfektion auf andere übertragen werden. Dazu zählen beispielsweise Erkältungs- oder Grippeviren oder auch Bakterien, die Keuchhusten oder Scharlach verursachen.

Enge Kontakte meiden

Menschen mit ansteckenden Infektionskrankheiten sollten möglichst Abstand zu anderen halten, um eine direkte Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Akut Erkrankte sollten vor allem besonders gefährdeten Menschen wie Schwangeren, Säuglingen, alten oder immungeschwächten Menschen fern bleiben.

Viele Krankheitserreger werden zum Beispiel über Speichel direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Vermeiden Sie deshalb im Krankheitsfall enge Körperkontakte wie Küssen und Umarmen. Nach dem Kontakt zu Erkrankten sollte man sich gründlich die Hände waschen. Insbesondere sollte vermieden werden, mit ungewaschenen Händen Augen, Nase oder Mund zu berühren, da dies häufig die Eintrittspforten für Krankheitserreger sind.

Verzichten Sie im Krankheitsfall auf das Händeschütteln. Erklären Sie Ihrem Gegenüber, dass dadurch eine Ansteckung vermieden werden kann.


Schutzkleidung  

Kleidung kann in vielen Fällen ebenfalls als Barriere gegen Krankheitserreger wirken und vor Infektionen schützen – dazu zählen Badeschuhe im Schwimmbad oder in Duschen von Sporteinrichtungen bis hin zu Schutzhandschuhen und Mund-Nasen-Schutzmasken bei erhöhtem Infektionsrisiko.  

Mund-Nasen-Schutzmaske 

Eine Mund-Nasen-Schutzmaske, wie man sie beispielsweise aus dem Krankenhaus kennt, verringert die Anzahl der Keime, die ein Erkrankter in der Umgebung verbreitet. Umgekehrt kann eine Mund-Nasen-Schutzmaske dazu beitragen, sich vor einer Tröpfcheninfektion zu schützen.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske kann vor allem bei schweren oder hochansteckenden (Atemwegs)Infektionen sinnvoll sein und/oder dem Schutz besonders gefährdeter Personen wie Schwangeren, kleinen Kindern, alten oder abwehrgeschwächten Menschen dienen.

Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachkraft beraten, ob diese Maßnahme in Ihrem konkreten Fall empfehlenswert ist und wie man die Maske richtig anlegt bzw. wechselt.

Schutzhandschuhe

Schutzhandschuhe sind empfehlenswert, wenn Sie bei der Versorgung Erkrankter mit erregerhaltigen Körperausscheidungen in Berührung kommen, beispielsweise wenn Sie Erbrochenes oder Stuhlreste beseitigen. Verwenden Sie hierfür Einmalhandschuhe und entsorgen diese anschließend. 

Handschuhe bieten allerdings keinen hundertprozentigen Schutz. Daher sollten Sie nach dem Ausziehen immer auch die Hände waschen und ggf. desinfizieren. Auch für Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem kann es sinnvoll sein, beim Putzen, beim Kontakt mit rohem Fleisch in der Küche, beim Windeln wechseln oder bei der Gartenarbeit Schutzhandschuhe zu tragen.


Weitere Informationen zum Coronavirus


Detaillierte Fachinformationen zum neuartigen Coronavirus finden Sie auf den Internetseiten des RKI

Weitere Informationen zur zentralen Beschaffung von Schutzausrüstung für Arztpraxen, Krankenhäuser sowie für Behörden erhalten Sie von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: https://www.kbv.de/html/coronavirus.php

Das Auswärtige Amt gibt ktuelle Einschätzung zur Sicherheit von Reisenden in den betroffenen Regionen.

Des Weiteren finden Sie aktuelle Einschätzungen der Lage auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation.

Die aktuellen Zahlen von Infizierten werden Sie außerdem auf dieser interaktiven Karte visualisiert.


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