Informationen zu Influenza und Coronavirus

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und zunehmender Anfragen aus Einrichtungen des Gesundheitswesens möchten wir Ihnen hier einige wichtige Informationen zur Influenza und zum neuartigen Coronavirus geben. Wir beziehen uns dabei vor allem auf Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Labore im LADR Laborverbund Dr. Kramer & Kollegen. Zudem gibt es Produktempfehlungen für den Infektionsschutz.  

1. Die Grippewelle rollt

Die Influenza-Infektionen in Deutschland nehmen weiter zu. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden seit der 40. Meldewoche 2019 (Start der Grippesaison 2019/20) insgesamt mehre als 35.700 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle ermitteltt - und 57 Todesfälle gemeldetm, darunter 50 mit Influenza A-Nachweis.  Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI gibt wöchentlich Informationen heraus. Den aktuellen Bericht finden Sie hier.

Übertragungswege

Influenza-Viren gelten als sehr ansteckend. Wenn erkrankte Menschen niesen und husten, geben sie winzige virushaltige Tröpfchen in die Luft ab. Das kann schon beim Sprechen geschehen. Diese Tröpfchen können von anderen Menschen eingeatmet werden und so auf die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Oft genügt dies schon, um sich zu infizieren. Menschen, deren Immunsystem ohnehin geschwächt ist, sind besonders anfällig. Ein anderer Übertragungsweg der Influenza sind die Hände. Immer dann, wenn man sich mit Händeschütteln begrüßt, Klinken, Griffe oder Geländer berührt, die durch virushaltige Sekrete verunreinigt sind, können Viren an den Händen bleiben. Werden die Hände zu Mund oder Nase geführt, können die Viren in den Körper gelangen.

Infektionsschutz

Als wirksamste vorbeugende Maßnahme gegen die Influenza gilt die Grippeimpfung beim Menschen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Schutzimpfung vor allem

    - älteren Menschen über 60 Jahre

    - chronisch Kranken mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    - Personal in medizinischen Einrichtungen

    - Schwangeren

    Dabei ist jedoch eine jährliche Auffrischung erforderlich, denn die Influenza-A-Viren sind sehr wandlungsfähig. Von zentraler Bedeutung sind Hygienemaßnahmen: Reinigung und Desinfektion von Händen und möglicherweise kontaminierten Oberflächen (Türgriffe etc.). 


    2. Coronavirus - Infektionen nehmen sprunghaft zu

    Das neue Coronavirus (Sars-CoV-2) breitet sich weiter aus. Allein in China haben sich offiziell mehr als 59.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 1.350 sind verstorben (Stand: 12. Februar 2020). Das ist eine erhebliche Zunahme im Vergleich zu den bisher gemeldeten Zahlen. Grund sei, so melden mehrere Medien, dass die chinesischen Behörden in Hubei die Verfahren zur Diagnose der Covid-19 (so heißt die Krankheit) ausgeweitet haben. Experten meinen aber auch, dass viele Infektionen unerkannt geblieben sind. Außerhalb der Volksrepublik ist die neue Atemwegserkrankung bisher in 24 Ländern aufgetreten, 500 Fälle werden gemeldet,  In Deutschland sind bis dato 16 Corona-Infektionen bestätigt worden.

    Übertragungswege

    Vorweg: Viele Fragen um das neuartige Coronavirus sind ungeklärt, nahezu täglich gibt es neue Informationen. Klar ist: Es ist von Mensch zu Mensch übertragbar, vor allem wohl durch Tröpchen- und Kontaktinfektion. Bei dem Virus handelt es sich um einen Erreger aus der Familie der Coronaviren, aus der auch das SARS (severe acute respiratory syndrome) stammt. Das Virus scheint sich auch dann zu übertragen, wenn noch gar keine Symptome auftreten. Die Inkubationszeit beträgt bei etwa vierzehn Tage. Ein Fließschema zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen (pdf) finden Sie hier. 

    Infektionsschutz

    Eine schützende Impfung gibt es nicht. Um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten der Atemwege zu vermeiden, sollten vor allem in Regionen mit dem neuartigen Coronavirus auf eine gute Händehygiene (Händewaschung und -desinfektion),  Husten- und Nies-Etikette und auf Abstand zu Erkrankten geachtet werden. Diese Maßnahmen sind angesichts der Grippewelle aber jederzeit und überall empfohlen.

    • Händedesinfektion
      - Vor Patientenkontakt, aseptischen Tätigkeiten
      - Nach Kontakt mit potienziell infektiösen Materialien, Patientenkontakt
      - Immer nach dem Ablegen von Schutzkleidung, wie zum Beispiel Handschuhen
      - Ermöglichen Sie Ihren Patienten eine Händedesinfektion, etwa im Eingangsbereich

    • Hygiene bei Husten und Niesen
      Beim Husten und Niesen werden über Speichel und Nasensekret unzählige Krankheitserreger versprüht und können auf andere Menschen übertragen werden.

      - Vermeiden Sie im Krankheitsfall engen Kontakt (Abstand halten)
      - Verzichten Sie im Falle des Falles auf Händeschütteln, Umarmungen etc.

    • Schutzkleidung
      Bei erhöhten Infektionsrisiko sind Schutzhandschuhe und Mund-Nasen-Schutzmasken wichtige Barrieren.

    Produktempfehlungen / Fachinformationen

    Intermed hält die passenden Produkte aus den Bereichen Hygiene/Desinfektion für Sie bereit. Weitere Informationen zur Hygiene finden Sie auch in den Veröffentlichungen des RKI und unseres Kooperationspartners LADR - Der Laborverbund Dr. Kramer & Kollegen. 

    Handwäsche

    Händedesinfektion

    Schutzkleidung, Sets und Desinfektionsmittel-Spender

    Aufgrund der hohen Nachfrage sind Atemschutz-Masken (Mund-Nasen-Schutz) derzeit nur sehr begrenzt verfügbar. Auch auf Hestellerseite gibt es Lieferengpässe.

    Wir bemühen uns um Abhilfe. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an unser Vertriebsteam, T: 0800 0850-113.   

    Vielen Dank für Ihr Verständnis!